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Baukostenrechner pro qm: Neubau-Baukosten berechnen

Für den Neubau eines freistehenden Einfamilienhauses mit 140 m² Wohnfläche liegen die veranschlagten Baukosten bundesweit bei 385.000 bis 400.000 € (Stand 3. Quartal 2026). Das sind 2.750 bis 2.860 € pro m². Die Zahlen stammen aus den Bauanträgen des Statistischen Bundesamts, nicht aus Angeboten: Tatsächliche Baukosten liegen erfahrungsgemäß höher. Der Rechner zeigt zu jeder Zahl den Rechenweg und ist ein Orientierungswert, keine Kostenberechnung.

Baukosten pro m² berechnen

Vorbelegt ist ein Beispiel (freistehendes Einfamilienhaus, 140 m² Wohnfläche, Deutschland). Ändern Sie die Werte, das Ergebnis rechnet sofort mit.

Länderwerte stammen aus den Baugenehmigungen des jeweiligen Landes. Bei zu wenigen Genehmigungen (kleine Länder, seltene Hausformen) rechnet der Rechner mit dem Bundeswert und sagt das im Ergebnis.

Bezugsgröße

Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung, 20 bis 10.000 m².

Veranschlagte Baukosten (Spanne)

Einfamilienhaus, freistehend, Deutschland, 140 m² Wohnfläche

385.000 € bis 400.000 €

brutto (einschließlich Umsatzsteuer), auf 5.000 € gerundet (unten ab-, oben aufgerundet). Das sind 2.750 bis 2.860 €/m² Wohnfläche.

Veranschlagte Kosten aus Bauanträgen (Kostengruppen 300/400 nach DIN 276), fortgeschrieben auf 3. Quartal 2026. Tatsächliche Baukosten liegen erfahrungsgemäß höher. Nicht enthalten: Grundstück, Baunebenkosten, Außenanlagen, Ausstattung.

Rechenweg

Rohwert = veranschlagte Kosten ÷ genehmigte Wohnfläche im Berichtsjahr. Fortgeschrieben = Rohwert × Baupreisindex 3. Quartal 2026 (141,7) ÷ Jahresmittel des Berichtsjahres.

Rohwert und Fortschreibung je Berichtsjahr, Einfamilienhaus, freistehend, Deutschland
JahrKosten Tsd. €Tsd. m²RohwertIndexfortgeschrieben
202313.265.3215.4072.453,36141,7 ÷ 126,12.756,87
202411.650.6424.4992.589,61141,7 ÷ 129,82.827,02
202514.649.4515.4372.694,40141,7 ÷ 133,92.851,35
  1. Spanne je m²: kleinster bis größter fortgeschriebener Wert der Berichtsjahre 2023 bis 2025: 2.756,87 bis 2.851,35 €.
  2. × 140 m² = 385.961,80 bis 399.189,00 €, gerundet 385.000 € bis 400.000 €.

Die Spanne zeigt die Schwankung der Durchschnittswerte über drei Jahre, nicht die Streuung einzelner Bauvorhaben: Destatis veröffentlicht nur Durchschnitte, keine Verteilung.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, Baugenehmigungen (31111-0108, 31111-0009) und Baupreisindizes (61261-0001, 61261-0002); Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (dl-de/by-2-0); eigene Berechnung. Berichtsjahr der Rohwerte 2025, abgerufen am 31.10.2026.

Datenstand: Baugenehmigungen 2023 bis 2025, Baupreisindex 3. Quartal 2026, abgerufen am 31.10.2026.

Baukosten pro m²: So entstehen die Werte

Die Werte des Rechners sind keine Preise aus Handwerkerangeboten. Sie stammen aus der Baugenehmigungsstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis): Wer ein Wohngebäude neu bauen will, nennt im Bauantrag die veranschlagten Kosten des Bauwerks. Destatis summiert diese Angaben und teilt sie durch die genehmigte Wohnfläche. So entsteht der Durchschnitt je m². Weil sich Preise seit der Genehmigung ändern, schreiben wir jeden Wert mit dem Baupreisindex für Wohngebäude auf das aktuelle Quartal (3. Quartal 2026) fort.

Veranschlagte Baukosten für neue Wohngebäude, Deutschland, fortgeschrieben auf 3. Quartal 2026
Gebäudeart (Neubau)€ je m² Wohnfläche€ je m³ Brutto-Rauminhalt
Einfamilienhaus, freistehend2.760 bis 2.850500 bis 510
Doppelhaushälfte2.600 bis 2.670510 bis 530
Reihenhaus2.260 bis 2.340470 bis 500
Zweifamilienhaus2.640 bis 2.680490 bis 500
Mehrfamilienhaus (ab 3 Wohnungen)2.710 bis 2.820490 bis 510

Die Spanne ist die Schwankung des Durchschnitts über die letzten drei Berichtsjahre (2023, 2024, 2025), jeweils auf denselben Index fortgeschrieben. Sie zeigt nicht, wie weit einzelne Bauvorhaben auseinanderliegen: Destatis veröffentlicht nur Durchschnitte, keine Verteilung. Reihenhaus und Doppelhaushälfte sind eigene Zeilen, weil die Statistik den Haustyp ausweist. Zweifamilienhaus und Mehrfamilienhaus fassen alle Haustypen zusammen.

Ein Rechenbeispiel: Das freistehende Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche. Im Berichtsjahr 2025 wurden bundesweit 14.649.451 Tsd. € für 5.437 Tsd. m² Wohnfläche veranschlagt, das sind 2.694,40 € je m². Mit dem Index 141,7 (3. Quartal 2026) geteilt durch 133,9 (Jahresmittel 2025) ergibt das 2.851,35 € je m². Das mit 140 m² multipliziert, ergibt 399.189 €. Die Spanne oben verwendet zusätzlich die Jahre 2023 und 2024.

Baukosten Neubau Einfamilienhaus ohne Grundstück nach Bundesland

Die Kosten unterscheiden sich von Land zu Land, weil Baupreise, Hausgrößen und Ausstattung abweichen. Die Tabelle zeigt die veranschlagten Kosten eines freistehenden Einfamilienhauses ohne Grundstück, auf 3. Quartal 2026 fortgeschrieben. Wo ein Land zu wenige Genehmigungen hat (weniger als 50.000 m² Wohnfläche je Jahr), steht kein Wert, und der Rechner nimmt den Bundeswert.

Veranschlagte Baukosten freistehendes Einfamilienhaus je Bundesland, fortgeschrieben auf 3. Quartal 2026
Bundesland€ je m² Wohnfläche
Baden-Württemberg2.990 bis 3.100
Bayern3.290 bis 3.320
Berlin3.040 bis 3.150
Brandenburg2.460 bis 2.550
Bremenzu wenige Genehmigungen, Bundeswert
Hamburgzu wenige Genehmigungen, Bundeswert
Hessen2.700 bis 2.810
Mecklenburg-Vorpommern2.290 bis 2.450
Niedersachsen2.190 bis 2.280
Nordrhein-Westfalen2.570 bis 2.670
Rheinland-Pfalz2.800 bis 2.920
Saarlandzu wenige Genehmigungen, Bundeswert
Sachsen2.510 bis 2.580
Sachsen-Anhalt2.220 bis 2.260
Schleswig-Holstein2.540 bis 2.590
Thüringen2.430 bis 2.480

Das sind Durchschnitte der veranschlagten Kosten. Grundstück, Erschließung, Außenanlagen und Baunebenkosten kommen hinzu, Sonderwünsche und Preissteigerungen während der Bauzeit ebenfalls.

Kostengruppen nach DIN 276: Was die Zahl enthält

Die DIN 276 (Fassung 2018) ordnet Baukosten in Kostengruppen. Der Rechner und die Destatis-Werte enthalten nur die Kostengruppen 300 und 400, also das Bauwerk selbst. Die Tabelle fasst die Hauptgruppen in unseren Worten zusammen; die Norm mit allen Untergruppen erhalten Sie beim Normenverlag.

Hauptgruppen der Kostengruppen nach DIN 276 und ihre Berücksichtigung im Rechner
KostengruppeInhaltIm Rechner
100 GrundstückKaufpreis und Erwerbsnebenkostennein
200 Vorbereitende MaßnahmenHerrichten, Abbruch, Erschließungnein
300 Bauwerk, BaukonstruktionenGründung, Wände, Decken, Dach, Ausbauja
400 Bauwerk, Technische AnlagenHeizung, Sanitär, Lüftung, Elektroja
500 Außenanlagen und FreiflächenZufahrt, Terrasse, Gartennein
600 Ausstattung und KunstwerkeMöbel, Küche, bewegliche Ausstattungnein
700 BaunebenkostenPlanung, Gutachten, Gebühren, Versicherungennein

Die Zahlen aus dem Rechner sind damit die Kosten des Bauwerks (300 und 400) einschließlich Umsatzsteuer. Für das Gesamtbudget eines Bauvorhabens addieren Sie die übrigen Gruppen aus Ihren Angeboten. Wie die Kostengruppen in die Honorarberechnung eingehen, zeigt der HOAI-Rechner.

Noch nicht im Rechner: Anbau, Dachausbau und Sanierung

Version 1 rechnet nur den Neubau von Wohngebäuden. Anbau, Dachausbau, Sanierung, Kernsanierung, Renovierung und Modernisierung fehlen noch. Für sie gibt es keine frei verfügbare amtliche Quelle mit Kennwerten je m², und wir veröffentlichen keine Zahlen, die wir nicht belegen können. Auch Nichtwohngebäude wie Büro, Halle, Kita oder Hotel sind nicht enthalten. Wir prüfen die Erweiterung erneut, sobald der Neubau-Rechner genutzt wird.

Grenzen des Rechners: Orientierungswert, keine Kostenberechnung

Grenzen dieses Rechners

Veranschlagte Kosten aus Bauanträgen (Kostengruppen 300/400 nach DIN 276), fortgeschrieben auf 3. Quartal 2026. Tatsächliche Baukosten liegen erfahrungsgemäß höher. Nicht enthalten: Grundstück, Baunebenkosten, Außenanlagen, Ausstattung.

Das Ergebnis ist ein Orientierungswert aus Durchschnittsdaten. Es ist kein Angebot, keine Kostenschätzung oder Kostenberechnung nach DIN 276 und keine Finanzierungsberatung.

Die Statistik unterscheidet nicht nach Ausstattung, Bauweise, Energiestandard oder Keller. Einzelne Länder und seltene Hausformen haben zu wenige Genehmigungen und fallen auf den Bundeswert zurück.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, Baugenehmigungen (31111-0108, 31111-0009) und Baupreisindizes (61261-0001, 61261-0002); Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (dl-de/by-2-0); eigene Berechnung.

Für die Wohnfläche Ihres Hauses brauchen Sie einen belastbaren Wert, etwa für Bank, Gutachter oder Ihre Kostenplanung. Wunderloop berechnet die Wohnfläche nach Ihren Plänen.

Häufige Fragen zum Baukostenrechner

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Von Stefan Kratzert, Architekt · Datenstand Baugenehmigungen 2025, Baupreisindex 3. Quartal 2026