Aufteilungsplan erstellen lassen
Der Aufteilungsplan ist die Bauzeichnung, die zeigt, wie ein Gebäude in Wohnungseigentum aufgeteilt wird: welche Räume zu welcher Wohnung gehören und was Gemeinschaftseigentum bleibt. Sie brauchen ihn, um beim Bauamt die Abgeschlossenheitsbescheinigung zu beantragen und beim Notar die Teilungserklärung beurkunden zu lassen (§ 7 Abs. 4 WEG). Wir zeichnen Ihren Aufteilungsplan aus vorhandenen Bauplänen: alle Geschosse mit Nummerierung, dazu Schnitt und Ansicht, geprüft von einem Architekten. Sie erhalten vorab ein Angebot mit Festpreis, den Liefertermin nennen wir Ihnen im Angebot.
Preis auf Anfrage – Festpreis per Angebot
So sieht ein Aufteilungsplan aus
- Nummerierung: Jede Wohnung bekommt eine Nummer. Alle Räume, die dazugehören, tragen sie, auch Keller, Dachboden oder Garage im Gebäude.
- Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum: Die einzelnen Einheiten sind farbig umrandet. Treppenhaus, Heizungsraum und tragende Wände gehören allen.
- Maßstab: Einen Maßstab schreibt die Verwaltungsvorschrift nicht vor. Viele Bauämter verlangen 1:100, wir zeichnen standardmäßig in 1:100.
- Alle Geschosse: vom Keller bis zum Dachgeschoss, dazu mindestens ein Schnitt und die Ansichten.
Was wir liefern
- Grundrisse aller Geschosse mit Nummerierung und farbiger Abgrenzung von Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum
- Schnitt und Ansichten des Gebäudes
- als CAD-Datei und PDF im Maßstab 1:100, bereit zur Einreichung
- Fehler, die bei uns liegen, korrigieren wir kostenlos, bis es stimmt. Eine Runde kleiner Änderungen und Anpassungen, etwa Textkorrekturen, ist inklusive. Stoßen wir bei der Bearbeitung auf Widersprüche in den Unterlagen, klären wir das mit Ihnen. Für die Nacharbeit und für Leistungen über den vereinbarten Umfang hinaus erhalten Sie eine schriftliche Schätzung der Kosten und können auf dieser Basis transparent entscheiden.
Nicht im Umfang:
- Lageplan: Wenn Stellplätze im Freien oder Gartenflächen als Sondereigentum zugeordnet werden sollen, braucht es einen Lageplan mit Maßangaben. Den erstellt in der Regel ein Vermessungsingenieur.
- Einreichung: Den Antrag auf Abgeschlossenheitsbescheinigung stellen Sie oder Ihr Notar bei der Baubehörde. In einigen Bundesländern können ihn auch anerkannte Sachverständige ausstellen.
So läuft es ab
- Unterlagen senden: vorhandene Baupläne, Baugenehmigung, gewünschte Aufteilung (welche Räume zu welcher Wohnung).
- Angebot erhalten: Festpreis nach Anzahl der Geschosse und Einheiten.
- Zeichnung: Wir zeichnen alle Pläne neu, nummerieren und stimmen die Aufteilung mit Ihnen ab.
- Lieferung: Den Liefertermin nennen wir Ihnen im Angebot. Sie erhalten die Pläne als CAD-Datei und PDF.
- Einreichung: Sie beantragen mit den Plänen die Abgeschlossenheitsbescheinigung bei der Baubehörde.
- Notar: Aufteilungsplan und Bescheinigung werden Teil der Teilungserklärung und gehen ins Grundbuch.
Kosten: Aufteilungsplan und Abgeschlossenheitsbescheinigung
Wer die Kosten für den Aufteilungsplan und die Kosten der Abgeschlossenheitsbescheinigung vergleicht, sollte drei Posten trennen:
- Der Aufteilungsplan: Was es kostet, einen Aufteilungsplan erstellen zu lassen, hängt von der Zahl der Geschosse und Einheiten ab, davon, ob es Stellplätze, Teileigentum oder Gartenanteile gibt, und davon, ob brauchbare Pläne vorliegen oder erst ein Aufmaß nötig ist. Bei uns erhalten Sie dafür vor dem Auftrag ein Angebot mit Festpreis.
- Die Gebühr der Behörde: Die Abgeschlossenheitsbescheinigung kostet eine Gebühr, die das Landesrecht festlegt und die je nach Bundesland und Stadt unterschiedlich ausfällt. Sie zahlen sie an die Bauaufsichtsbehörde, nicht an uns.
- Die Rolle des Architekten: Für die Abgeschlossenheitsbescheinigung selbst brauchen Sie keinen Architekten, die Behörde stellt sie aus. Ein Architekt oder ein Büro wie wir zeichnet den Plan, auf den sie sich bezieht. Das Honorar dafür ist frei vereinbar.
Hinzu kommen Notar und Grundbuchamt für die Teilungserklärung. Welche Gebühr in Ihrem Bundesland üblich ist und was die Bescheinigung kostet, erklärt der Ratgeber Abgeschlossenheitsbescheinigung und Aufteilungsplan.
Wenn keine oder falsche Pläne vorliegen
Bei älteren Häusern fehlen Pläne oft, oder der Bestand weicht durch Umbauten vom genehmigten Plan ab. Die Baubehörde prüft die Abgeschlossenheit anhand der Pläne, deshalb müssen sie den heutigen Zustand zeigen.
- Pläne nur auf Papier: Wir digitalisieren und zeichnen sie neu. Pläne digitalisieren
- Keine Pläne vorhanden: Wir messen vor Ort auf, zum Festpreis nach Zimmerzahl, An- und Abfahrt inklusive. Den Preis sehen Sie im Konfigurator unter Aufmaß vor Ort.
- Bestand weicht ab: Der Plan muss den heutigen Zustand zeigen. Ob für Umbauten eine Genehmigung nötig war, klären Sie mit dem Bauamt. Die Bescheinigung selbst wird unabhängig vom Baurecht erteilt, ein ungenehmigter Ausbau wird dadurch aber nicht legal.
Aufteilungsplan, Abgeschlossenheitsbescheinigung und Teilungserklärung
- Aufteilungsplan: die Bauzeichnung mit der Aufteilung. Den erstellen wir.
- Abgeschlossenheitsbescheinigung: bestätigt, dass jede Wohnung baulich abgeschlossen ist, also eigener Zugang und abschließbar. Die Baubehörde stellt sie aus und bestätigt dabei auch den Aufteilungsplan mit Siegel.
- Teilungserklärung: die notarielle Urkunde, die festlegt, wem was gehört und welche Rechte gelten. Aufteilungsplan und Bescheinigung sind ihre Anlagen.
Fachlich verantwortet von
Stefan Kratzert, Architekt · Karyna Ladutska, Architektin · Ruslan Luarsabov, Bauingenieur